deuten

Das Ziel des Träumedeutens ist, vom Bewußtsein her erkennen zu können, was Sie vom Unbewußten her tatsächlich wollen.

Dabei ist es hilfreich, die Vorstellung C.G. Jungs zu berücksichtigen, dass alles, was wir träumen Teil-Aspekte unseres eigenen ICH darstellen, die sich auf der Traumbühne zeigen und miteinander oder auch gegeneinander agieren, entsprechend unserer eigenen Gefühlswelt.

Nicht nur die Personen im Traum erfüllen diese Aufgabe, sondern auch alle Gegenstände, Orte und Situationen drücken etwas Wesentliches Ihrer Innenwelt aus.
     Parallel dazu entwickelte sich ein neues Denken in der Psychotherapie bereits in den 80er Jahren vornehmlich durch die Ego-State-Therapie, deren Begründer Helen und John Watkins waren, sowie in der Gestalttherapie und der Transaktionsanalyse (Eric Berne) und später im Neuro-Linguistischen Programmieren. Es wurde angenommen, dass das Ich verschiedene Ich-Zustände erlebt, weil es sich in verschiedenen Rollen bewegt, die unterschiedliche Gefühlszustände auslösen. Sie sind die besagten Teilaspekte des Ich, mit denen auch therapeutisch gearbeitet wird.

Hier ein lesenswertes Buch von dem Traumatherapeuten Jochen Peichl "Jedes ICH ist viele Teile" 2010 Kösel-Verlag München

Auch Träume sind nicht eindimensional, sondern sehr komplex und besitzen viele Bedeutungen und Ebenen. So, wie es viele Landkarten für ein Gebiet gibt, (geologische, topographische, politische), so gibt es auch viele zutreffende Deutungen für einen Traum. (Zitat Klaus Vollmar in "Helfende Träume" Niederlande 2002)